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AutoCAD Magazin 4/03, Seite 64
Elektrisierend

Als Basis der meisten CAD-Systeme in den technischen Gewerken HKLSE hat sich AutoCAD durchgesetzt. Doch die Flexibilität dieser Software macht ein ausgereiftes CAD/CAE-Tool gerade in der Elektroplanung noch lange nicht überflüssig.

Die Leistungsfähigkeit der AutoCAD-Grundfunktionen führte in der Vergangenheit zu einer Vielzahl von Lösungen auf der Basis von Symbolbibliotheken und Makros. Man fand jedoch schnell heraus, dass es Probleme mit der Pflege dieser Anwendungen gab und wichtige Elemente eines vollwertigen CAD/CAE-Werkzeugs völlig fehlten. Dies beginnt schon mit den unterschiedlichen Ansprüchen an die Darstellung und Parametrisierung der verwendeten Symbole. Dazu gehört, dass die zu verwendenden Layer nicht starr festgelegt werden dürfen; Farben und Attribute müssen sich individuell und auftragsbezogen einstellen lassen. Nur so sind die stetig wachsenden Forderungen aus dem Facility Management zu erfüllen. Was die Massenermittlung anbelangt, so reicht ein Auszählen der Elemente nicht aus, vielmehr müssen Symbole mit ihren Örtlichkeiten (Liegenschaft, Gebäude, Geschoss, Bereich, Raum), ihrer Systemzugehörigkeit (EIB, Telefon, EDV, Starkstrom usw.), ihrer Ausführungsart (Hersteller, Produkt, Schutzklasse, Montageart usw.) und ihrer Planherkunft versehen sein.

3D-Visualisierung mit elcoCAD R4.
3D-Visualisierung mit elcoCAD R4.

Dadurch vermeidet man ein zeitaufwändiges und kostenintensives Nachbearbeiten. Abgesehen von diesen vorgegebenen Anforderungen erwartet der Anwender, dass Pläne schnell zu erstellen sind und ihn die Software gleichzeitig beim Einhalten von Vorschriften unterstützt. Dazu gehören Routinen für das exakte Platzieren von Symbolen und die Möglichkeit, selbst schnell und einfach neue Symbole zu erzeugen. Es sollte Schnittstellen für eine normgerechte Bedleuchtungsplanung geben mit Funktionen, um die berechneten Leuchten dann lage- und höhenrichtig in den Grundriss zu übernehmen. Wichtig ist eine Berechnung der notwendigen Stückzahl von automatischen Brandmeldern mit Visualisierung der Überwachungsflächen. Verlegesysteme, 2D oder 3D, sollen sich außerdem einfach und schnell erstellen und auswerten lassen.
Hierbei müssen nicht nur die Längen ermittelt werden, auch die Formstücke sind auszuzählen. Bei den Trassen benötigt man Informationen über Flächenbedarf, Gewicht pro Meter und Brandlast. Symbole sollen sich funktionsgerecht an Linien und Stromkreise zuweisen lassen, falsche Zuweisungen fängt das Programm ab. Sinnvoll sind Hinweise, wenn gegen Regeln (zum Beispiel maximal 64 Geräte auf einer EIB-Linie oder maximal 100 Meter Leitungslänge bei einer strukturierten Verkabelung) verstoßen wird. Es muss die Möglichkeit bestehen, die Einstellung der Maximalwerte zu ändern. Ein wichtiges Kriterium liegt darin, "virtuelle Verkabelungen" geschoss- und planübergreifend durchführen zu können. Die 3D-Berechnung sollte im Hintergrund erfolgen, um den entstehenden Arbeitsauswand zu minimieren und die notwendigen Basisdaten für eine korrekte Massenermittlung oder eine 3D-Visualisierung zur Verfügung zu stellen.


Verteilerplan allpolig.
Verteilerplan allpolig.

Alle Planungsstufen
Ein modernes CAD/CAE-System erzeugt umfangreiche Auswertungen. Dazu gehören Kabelzug-, Geräte- oder Belegungslisten für Steigetrassen. Die Funktionen erstrecken sich auch auf das automatische Erzeugen von Schemata für Stark- und Schwachstrom, von Stromlaufplänen und die Beschriftung der Zeichnungselemente. Man benötigt eine Schnittstelle, die eine Massenübergabe in AVA- oder Kalkulationssysteme bietet sowie die Schnittstellen GAEB und ÖNORM.
All dies ist zum Beispiel in der Software elcoSystem R4 enthalten. Von der reinen CAD-Funktion bis zur vollständigen CAE-Anwendung lassen sich alle Planungsstufen und Projektgrößen wirtschaftlich und normgerecht bearbeiten. Projekterfahrene Elektroingenieure des Herstellers leisten Support und veranstalten darüber hinaus praxisgerechte Softwareschulungen.


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