Effektive Planung ist alles
Text: Eduard Mohr

Der Salzburger Airport W. A. Mozart vertraute bei der Planung der gesamten elektrotechnischen Ausrüstung für das neue Terminal 2 auf das Kompetenzcenter Gebäudetechnik der is Industrial Services GmbH in Salzburg.

Der Ausdruck multifunktional beschreibt das neue Terminal wohl am treffensten. Denn was ein wirklich erfolgreicher Flughafen sein will und sich noch dazu in puncto Namen mit einem der bekanntesten Österreicher schmückt, muss laut Meinung der Salzburger mehr können als "bloß" 600 Passagiere pro Stunde abfertigen. Für diese Haupttätigkeit stehen zwar zwölf Check-in-Schalter mit einem Anstell-Bereich von je 30 Metern bereit, aber zusätzlich galt es bei der technischen Planung dieses Flughafen-Teils auch noch andere Dinge zu berücksichtigen: So soll dieses Terminal neben der reinen Nutzung für den Flugbetrieb auch für Veranstaltungen und Events mit direktem Blick auf das Vorfeld des Salzburg Airport genutzt werden. Weiters werden im Terminal 2 ein Gastronomiebereich, eine zentrale Sicherheitskontrolle und eine zentrale Passkontrolle Einzug halten.

Gut geplant ist halb gewonnen
Die Planung der elektrotechnischen Anlagen des Terminals 2 erfolgte mit elcoCAD R4 Plus und elcoPower. Der gesamte Datenaustausch basierte auf Basis AutoCAD. elcoCAD R4, eine professionelle CAD/CAE-Lösung als Aufsatz zu AutoCAD, garantierte somit uneingeschränkten Datenaustausch mit allen am Bau beteiligten Unternehmern, ohne dass über Konvertierungen und Schnittstellen eventuell Daten verloren gingen oder Nachbearbeitungen des Grundrisses oder der Planungsunterlagen nötig wurden. Durch die automatische Erkennung von Türen und Wänden - ohne Nachbearbeitung des Gebäudemodells/Plans vom Architekten - wurden hohe Verarbeitungsgeschwindigkeiten erreicht. Die Symbole wurden automatisch ausgerichtet und konnten durch Maßeingaben exakt platziert werden. Die bidirektionalen Schnittstellen zu DIALux und RELUX ermöglichten eine Lichtberechnung direkt aus der CAD heraus. Die Beleuchtungsberechnung übermittelte die Abmessungen und die Standorte der einzelnen Leuchten an elcoCAD, und schon wurden die entsprechenden Symbole automatisch in die CAD-Zeichnung eingefügt. Durch die exakte Übergabe und Platzierung konnte eine realistische Visualisierung mit 3D-Darstellung der Leuchten erstellt werden. Dieses Beleuchtungskonzept, das auf Basis der vorliegenden CAD-Pläne erstellt wurde, eroberte in Form einer 3-D-Animation die Herzen der Entscheidungsträger.

Alles unter Kontrolle
Die Festlegung der Stromkreisnummern und die automatische Vergabe an die entsprechenden Symbole im Montageführungsplan passierten im Kabelmanager.





Und auch hier hielt das System seine schützende Hand über den Planer. So wurden etwa die maximale Anzahl von Elementen pro Linie bei der EIB-Anlage und die maximale Anzahl von Notleuchten pro Stromkreis etc. durch elcoCAD überwacht. Bei einer Überschreitung der Vorgaben machte die Software sofort auf diese Verletzung der erlaubten "Spielregeln" aufmerksam. Der Kabel-Manager wertete die Kabellängen aber auch planübergreifend (= stockwerkübergreifend) aus. Die Längen samt der Leistung auf dem jeweiligen Stromkreis wurden an elcoPower übergeben. Als Ergebnis präsentierte dieses dann eine ausführliche Berechnung für Kabelquerschnitt, Spannungsfall, Kurzschlussschutz und Selektivität. Selbstverständlich behielt die Software bei ihren mathematischen Kunststücken die Vorgaben der jeweiligen Hersteller und Normen mit Selektivitätstabellen, Zeit-Strom-Kennlinien, Stromstaffelungstabellen und Schmelz-Ausschaltenergien im Auge. Umfangreiche Ausgaben zur Dokumentation mit den Kennlinien wurden von elcoPower generiert.

elcoCAD R4 leitete dann aus den erstellten Installationsplänen automatisch umfangreiche Dokumentationen in Form von Schemata, Excel-Listen und Önorm-Datensätzen ab. Dazu zählten unter anderem Massenauswertungen, Kabelzuglisten, Gerätelisten und Schemata für Notbeleuchtung und Lautsprecheranlage. Ohne die Hilfe der Planungswerkzeuge elcoCAD und elcoPower wäre der Arbeitsaufwand für die Erstellung der gesamten Dokumentation um ein Vielfaches höher gewesen. Abgesehen davon, hätte man es ohne diese Software-Pakete wohl kaum geschafft, die Zeitvorgabe bis zur Übergabe der einzelnen Dokumentationen einzuhalten - zumindest nicht in der durchgeführten Planungsqualität.


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